METTA – Regeln der Achtsamkeit


Achtsam in der Freigebigkeit

Wir geben Zeit, materielle und immaterielle Hilfe in die Gemeinschaft und teilen unsere Erfahrungen mit anderen. Wir üben uns nicht im Geben um gelobt zu werden oder Ruhm zu erlangen.

Achtsam in der Ethik

Wir leben ein ethisches Leben, mit oder ohne Religion. Unser Vorsatz ist, den anderen zu helfen so gut wir können. Wir vermeiden Handlungen die anderen Schaden zufügen, wie Töten, Stehlen, Lügen, verletzende Worte, Zwietracht säen und belanglose Rede, Habgier und Übelwollen. Wir respektieren bestehende Partnerschaften.

Achtsam in der Geduld

Wir bemühen uns mit schwierigen Situationen geduldig umzugehen. Wir versuchen innere Ausgeglichenheit und Ruhe zu bewahren. Wir wissen, dass durch Ärger und Wut die Geduld sofort verloren geht.

Achtsam in der Konzentration

Wir üben uns in der täglichen Meditation. Durch bewusstes Agieren werden unsere Verhaltensweisen transformiert. Wir verlieren uns nicht mehr in zig parallel laufenden Gedanken und Handlungen. Dadurch leben wir im Hier und Jetzt und fördern die Achtsamkeit. Nach innen schauen – und es nach außen leben.

Achtsam in der Toleranz

Wir wollen den konstruktiven Austausch der Religionen und Lehrmeinungen und stellen unsere eigene nicht über die anderen. Wir unterscheiden keine Herkunft, politische Überzeugung, erkennen die Gleichheit der Menschen. Wir werden niemanden eine Meinung aufzwingen. Wir sind uns bewusst, dass wir nur etwas ablehnen oder anerkennen können, was wir selber erfahren haben. Alles Zwanghafte wird abgelehnt.

Achtsam in der Kommunikation

Erich Fromm schrieb: Auf sich selbst hören zu können, ist eine Vorbedingung dafür, dass wir auf andere hören. Bei sich selbst zu Hause zu sein ist die notwendige Voraussetzung, damit wir uns zu anderen in Beziehung setzen können. Wir wissen, dass die Sprache und der Mangel an Kommunikation leicht Missverständnisse hervorruft, und üben uns in der gewaltfreien Kommunikation. Wir sind dadurch stets bemüht, aufmerksam hinzuhören und mit Freundlichkeit und Empathie zu antworten. Wir bewerten Menschen und Äußerungen nicht negativ, nur weil sie anders sind als das, was wir denken. Wenn es verschiedene Meinungen gibt, dann werden wir diese in Form einer respektvollen Diskussion klären.

Achtsam im Umgang mit dem Konsum

Wir leben nach dem Satz von Sokrates, der da sagte: Was gibt es alles für schöne Dinge, die ich nicht brauche. Wir wissen, dass das Glück nicht im Reichtum und Ruhm liegt, denn dies ist vergänglich. Uns ist bewusst, dass es Milliarden von Menschen gibt, die vor Hunger sterben. Daher wollen wir uns im achtsamen Essen, Trinken und Konsumieren üben. Falls mehr Geld vorhanden ist als nötig, werden wir es zum Nutzen anderer einsetzen.

Achtsam den Moment erleben

Wir wissen, dass das Leben im Hier und Jetzt stattfindet und versuchen dadurch jeden einzelnen Moment des Lebens bewusst wahrzunehmen. Wir sind bemüht, uns nicht im Bedauern über die Vergangenheit oder in Sorgen um die Zukunft zu verlieren. Wir wissen, dass die Sekunden, Minuten, Stunden, Tage, Monate und Jahre vergehen und jede Handlung einzigartig ist und Spuren hinterlässt.